Endlich wieder Wettkampf-Luft…

…schnuppern!

Servus liebste Mitmenschen… Wieder mal über 2 Monate ruhig gewesen hier – Was allerdings nicht wirklich heißen mag, dass es auch entsprechend beschaulich war!

Ganz im Gegenteil – Seit den Trips nach Schweden und zu unseren Freunden nach Tirol mit Tochter Anni habe ich Mitte März quasi parallel „mein“ absolutes Jahreshighlight ins Leben gerufen:

„Challenge Roth für Neven“ heißt das maazel`sche „Baby“ und dabei handelt es sich um mein neues Spendenprojekt für die Neven Subotic Stiftung.

HIER & HIER in den Links findet ihr den Aufruf und alles Wissenswerte, dass ihr bis Anfang Juli wissen solltet.
In erklärter Kürze werde ich versuchen, die dortigen 226-Triathlon-km zu finishen, während „ihr“ dafür 1 Cent pro km in den mit schon fast 1000€ befüllten „Topf“ spenden könnt`…
Jetzt oder erst zum Wettkampf selbst – im Prinzip jederzeit, wann man möchte!
Einfach „JETZT SPENDER WERDEN“ klicken…

Weitere Verlockungen der Art „Ich zahle Dir Summe X, wenn Du unter 10 Stunden bleibst“ gibt es bereits und die klingen überaus genial, aber bei meinem Trainingsaufwand noch mal 17 Minuten (Finisher-Zeit IM Frankfurt 2016 war 10:17h) wettzumachen zum letzten Jahr, wäre echt ein Wunder! Auch wenn mich Euer Vertrauen ehrt…

     (Dankeschön)

Da ist das Versprechen der Profi-Triathletin und der absoluten Roth-Legende –
Yvonne „Flying Blonde Dutch Girl“ Van Vlerken – schon grandioser – Sie hat auf sagenhafte 1 € pro km (!!) erhöht & ich muss „nur“ ankommen.
Welch` unglaublich toller Support einer großen Athletin!! *stolz* *danke*

Aber genug vom Spendenprojekt – dazu werde ich Euch die nächsten fast 50 Tage noch genug nerven… Motivationsgrundlage dafür ist bis in die Haarspitzen vorhanden!

Wichtig für mich und den relativ ramponierten Kadaver ist auf jeden Fall aktuell die Rückkehr ins Wettkampf-Geschehen:

  

Hier machte der Halbmarathon in Hannover den Anfang.
Zwar war ich mit 1:38h rund 4 Minuten langsamer, als letztes Jahr – aber dank diverser Dienste und einem leider latent bronchien-kranken 5-monatigem Sohnemann daheim – bleibt auch oft nicht wirklich viel Zeit für halbwegs konstruktives Training.

  

Der kränkelnde Toni und seine „große“ Schwester Anni genießen hier gern meine oberste Priorität, bevor ich mich mehrstündig zum Training vom Acker mache.
Wie schon in der Mens`Health erwähnt, bin ich da in meinen „Skills“ wirklich gelassener geworden & fast täglich heißt es im „Wolfpack-Management“ improvisieren.

  

Wo ich doch kinderlos „damals“ meine Trainingsdaten akribisch & zahlentechnisch bis zur Schmerzgrenze aufgehäuft habe. Teilweise mit 30 Einheiten und mehr im Monat… Heute undenkbar – aber man(n) wird ja auch nicht jünger, „wonnich“??!

Von trainingsverhindernden Feierlichkeiten, wie Hochzeit der Nichte, Geburtstag der Tochter, Konzert mit den Jungs oder eigenes 20-jähriges Dienstjubiläum mal völlig abgesehen… 😉

  

Nach dem BVB-Exkurs Richtung Monaco und den endlich ersten stattfindenden Radausfahrten (und erfreulich unfallfreien!) an der frischen Luft ging es Anfang des Monats dann zum Mud Masters nach Weeze – Laufend für den Arbeitgeber konnte ich dort in der Charlie-Startgruppe in 2:08h vorne weg durchrauschen.
Nach sehr langer Matsch- und Schlamm-Abstinenz hat das wirklich mal wieder Spaß gemacht.

  

Einen Tag später mittels Handy-App am WingsforLife-Run teilzunehmen und im Nachgang Flow`s Ritt durch Mailand ballernd im TV zu verfolgen, fühlte sich für das besagte Wochenende fast fit an.

  

Mein x-ter Start beim 10-Jahres-Strongmanrun am Nürburgring sorgte vergangenes Wochenende endgültig dafür, dass es wieder anfängt, Spaß zu machen in Sachen Schinderei…

  

Platz 73 gesamt in 2:26h war das Resultat – das passt…
Besseres Wetter, leicht steigende Form und die Erkenntnis, dass es nun bis ROTH auch gar nicht mehr so wirklich lang ist, erzeugen gesunden Druck, aber auch arg viel Freude daran, es in Angriff zu nehmen. Grob 7 Wochen nur noch…

  

Auf dem Weg dorthin nehme ich heute noch den B2Run hier in Dortmund mit und mache im Juni einen kleinen Trainings-Urlaub ab Pfingsten (im WoMo mim` Wolfpack!) und als Halbdistanz dann die Challenge Heilbronn (als Matapaloz-i-Tüpfelchen!) – last but not least den Phönix-Triathlon als „letzten Schliff“ Anfang Juli…

  

Mal sehen, ob die spaßige Laufgrundlage aus dem Schlamm dann auch etwas Früchte tragen wird. Hügelig die Haxen glühen lassen kann ja eigentlich zuletzt nicht die schlechteste Methode gewesen sein, wie ich finde…

Mit dem neuen „Feuerhobel“ Victor von Frankenstein sollten vielleicht sogar noch 1-2km/h mehr drin sein! Eine SUB-5-Radzeit wäre ein ähnlicher Traum, wie die bereits erwähnte und recht utopische 10-Stunden-Marke insgesamt!
We will see oder wie sagt man?! „Stay focused“

  

Wer noch in Geschriebenes über mich in Sachen Interviews versinken mag, ist hier in den gesammelten Werken gut aufgehoben: Ansonsten halte ich Euch weiter auf dem Laufenden…

Daddylicious-Beitrag –> LINK
„Power Interview“ mit OCR-Charles –> LINK
Interview mit dem Handwritten-Mag –> LINK

Genießt` die Sonne und den Sauerstoff – und spendet` – BITTE! Was sind schon 2,26€ in der heutigen Zeit??! http://nevensuboticstiftung.de/SA?cfd=pzkiq

In Liebe & Herzblut ❤ – Euer Maazel

 

(1000 Dank ❤ noch mal allen bisherigen Spendern & meinen zahlreichen Supportern – speziell Garmin – Isostar – Brooks – Thr33ky – Miiego – Frankenstein – Bugaboo, sowie den tollen Bildermachern „Schänna“, Lude, Selfie-Maazel, Tom Schlegel & David Roßberg…)

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Irgendwo in Arjeplog

Servus liebe Mitmenschen,

heute möchte ich Euch hier in meinem Blog noch mal kurz mit dem vergangenen Wochenende in Schwedisch Lappland belästigen, welches ich dank der Gewinnspiel-Ausschreibung bei STORCK genießen durfte!!

Durch die schwächelnden Bronchien unseres Kleinsten Toni wurde es zwar leider kein kompletter Family-Trip mit dem Wolfpack, aber dafür eine waschechte Tochter-Papa-Tour in die Nähe des Polarkreises…

Freitag Morgen in der Früh war Start: Die kleine noch 3-Jährige Anni um ca. 5:30 Uhr geweckt, fuhren wir mit dem Pkw gg. 6 Uhr los Richtung Hannover-Langenhagen, den Flughafen unserer Wahl. Die süße Kröte war schon gut aufgeregt und trotz Müdigkeit quietschfidel und redselig. Schließlich sollte es ja auch ihre erste Flugreise werden.

Gefühlt „als Erste“ im Terminal C angekommen, holten wir unsere Tickets, gaben Reise-Rucksack und Kraxe auf und tingelten jeweils mit einem Rucksack und dazu einer Sitzerhöhung bewaffnet Richtung Sicherheitskontrolle & Gate.

Die Wartezeit mit frischem Saft und Kaffee & ein bisserl „Elsa & Anna“ auf dem Ipad überbrückt, war auch schon Boarding „unserer“ TUI-Fly-Maschine.  Vorher trafen wir noch Ingrid, Andrea und Daniel von CarFly bzw. Iglootel. – Daniel war nach Übergabe durch Storck mein Ansprechpartner für die Reiseplanung in Sachen Datum, Kindermitnahme usw… Danke für alle Mühen schon im Vorfeld.

 

Nicht mal 3 Stunden später landeten wir bereits in Arvidsjaur – auf einem kleinen schnuckligen Flughafen inmitten weißer Pracht von Eis & Schnee gebettet. Selbst Kathmandu/Nepal dürfte hier größer aufgestellt sein und auch der kam mir schon arg klein vor! 😉

In der Vorhalle warteten bereits weitere nette Mädels vom Team Iglootel. Sie nahmen, wie auch andere Gesellschaften, ihre meist männlichen & erwachsenen Gäste direkt am Gepäckband in Empfang.

Nach einer ca. 90km langen Fahrt im Auto Richtung Hotell Kraja waren wir gg. 14 Uhr da!! An einem wahrlichen Waaaaahnsinns-Fleckchen Erde!!

Anni & ich durften unser kleines „Hexenhäuschen Nr. 50“ beziehen und verbrachten den Rest des Tages in den Weiten der Schneepracht auf den gefrorenen Seen. Abends fand` eine Vorbesprechung bei Experience Arjeplog statt – hier wurden buchbare Aktivitäten vor Ort vorgestellt. Nach kurzem Grübeln entschied ich mich, vor allem für Anni eine Moose-Safari (Elche-Gucken) & eine Schlittenhundefahrt mit Huskies mit zumachen. Es sollten die richtigen Entscheidungen gewesen sein.

Auch wenn 1,2 verlockende Alternativen dabei waren. (Bilder-LINK Facebook Tag 1)

Samstag starteten wir mit einem ausgedehnten Frühstück im Hotel-Restaurant – schließlich gings um kurz nach 9 Uhr schon mit dem Shuttle los zum Jutis Moose Camp. Uns erwartete eine spannende Schneemobil-Tour durch freie offene Wälder, in der man sich im Winter lediglich um die unterstützende Zufütterung der Tiere kümmert.

Wir hatten Glück und sahen ständig Elche durch die Bäume huschen. Schreckhaft, aber auch merklich neugierig, wer sie denn beobachten würde.

Anni grinste über beide Backen. Zum einen war unser Schneemobil-Fahrer ein Rowdie, der auch mal schnelle Abstecher in den Tiefschnee suchte – zum anderen waren ständig große Tiere aus nächster Nähe zu erblicken.

Mit dem kleinen „Fiffi“-Hund unseres Fahrers passierte zwar fast ein Unglück, weil er zu mutig eine Elch-Mama ärgerte, aber er überlebte… Kurzer Schreckmoment in der Gruppe.

Die aufregende Tour endete in der selbst errichten Holzhütte zu Elch-Sandwiches und Smalltalk… Eine rundum gelungene Geschichte! Die Erlöse gehen 1 zu 1 in die Erhaltung der Farm – ein großer Familienbetrieb, der für Anni sogar alles kostenlos anbot!

Sehr nett von den Jutis-Männern, die übrigens auch Männer-Kalender mit witzigen Fotos auf ihrer Homepage anbieten…

 

Nach Rückkehr auf dem Kraja-Gelände schnappten Anni & ich uns erst mal die Kraxe und gingen fußläufig Richtung Arjeplog, ein idyllisches Dorf mit Rosa Kirche, ca. 1,5km entfernt… wir hatten wieder viel Sonne & besuchten den dortigen Bauernmarkt, kauften ein für den Rest des Tages und wanderten auf dem Rückweg gemeinsam zurück… Schließlich hat Madame mit rund 18kg & ihrer „Länge“ eigentlich nichts mehr auf meinem Rucksack-Rücken zu suchen… Das sahen die schwedischen „Polis“-Kollegen ähnlich! 🙂

MEIN Highlight folgte abends noch: Der Himmel klarte völlig auf mit einem tollen Sternenmeer & Vollmond – da musste doch „was Gehen“ in Sachen Polarlichtern, nur knapp 100km vom Polarkreis entfernt…Auch wenn im Internet die Recherchen eine Wahrscheinlichkeit unter 13% angaben!

Ich schlich mich raus gg. 22 Uhr, während Anni beseelt schlummerte. Und entdecke eine Art Schweif und versuchte ein Handy-Bild… Toll, ein schwarzes Loch auf dem Display! Ich nahm den Kletterschnee-Hügel von Anni und mir in Richtung See und schmiss` mich mit Spiegelreflex und Jeans in den eiskalten Schnee…

Den Fokus auf manuell, Nachtbildmodus an und TADAAAAA – Auf dem Display wurde alles knallgrün! AURORA BOREALIS – ich machte mich` nass! Im wahrsten Sinne übrigens… 🙂 Habe ich doch Jana daheim quasi versprochen, ihr so etwas einmal zu ermöglichen! Und nun musste sie mit Toni leider passen… Aber die Bilder gelangen tatsächlich! Mit Gefühlen wie Pipi im Auge vor Freude schickte ich ihr die Bilder kurze Zeit später. Mama sagte, ich solle auch Anni wecken, weil sogar mittlerweile ein deutlich grüner Schleier über unserem Haus war. Anni taumelte kurz zum Fenster, guckte, grinste und plumpste wieder wie ein nasses Kuscheltier zurück ins Bett.

Morgens konnte sie sich an nichts erinnern. 🙂 (Bilder-LINK Facebook Tag 2)

Aber der Sonntag ging ja spannend weiter: Wir futterten uns wieder satt am Buffet & stürmten die aufgehäuften Schneehügel auf dem Kraja-Gelände, um Rutschen zu bauen, enterten den Spielplatz im Tiefschnee mal wieder zum Schaukeln und telefonierten bei erneutem Superwetter per Face-Time mit Mama – der Vormittag wurde so schnell überbrückt.

Nach ein paar Nudeln zum Mittag ging`s runter zum See. Die Huskies warteten.

3 Gespanne mit je ca. 8 Hunden, denen Anni einzeln Guten Tag sagen wollte und zur Begrüßung „knuddelte“. Ein Bild für die Götter… Unabhängig davon, dass es mich mit Stolz erfüllt, dass Anni so toll mit den Tieren umgeht! Amy & Bo lassen grüßen…

Die Tour mit unserer Musher-Frau aus Witten (wie klein ist die Welt!) war auch sehr gelungen und schön, ca. 9km lang und chillig – auf dem Rückweg schlummerte Anni sogar ein wenig ein im Geschunkel des Schlittens. (Insta-Video)

Richtig gut & für ihr Alter auch genau richtig.

Und als der Papa noch in den Genuss kommen durfte, Storck-Bikes auf dem 500m kurzen Ice-Track des Sees testen zu dürfen, bauten wir für Anni einen Schlitten hinten an den Sattel – Herrlich, was sie für eine Gaudi hatte, bevor sie es sich mit Andrea von Iglootel auf einem Fell zu einem warmen Kakao gemütlich machte. (Insta-Video)

Als wir um 17:15 Uhr unsere Tasche packten für die Nacht, waren wir beide wie aufgedreht aufgrund der vielen tollen Eindrücke. Und der nächste Kracher stand ja schon vor der Tür. Die Nacht im eigentlichen Igloo!

Erst mit einem Rundgang durch die verschiedenen Trakte & dann mit Schlafsäcken bewaffnet zum Köttbullar-Buffet auf Fellen.

Nicht im Ansatz könnte man hier verschriften, was hinter 2 Monaten des Aufbaus`  für ein Aufwand steckt! Ein WAHNSINN in schön – und die Nacht war ebenso… Im positivsten Sinne! Tochter und Papa schlummerten fabelhaft! Tolle Luft, einzigartige Ruhe, Platz für das Wolfpack und noch mehr… Es fehlten nur Toni, Mama, Amy & Bo.

(Bilder-LINK Facebook Tag 3)

Und als wir am Montag Morgen „rüber nach Hause“ ins Hexenhaus gingen, waren wir glücklich beseelt… Zwar mussten wir nun die Taschen packen und abreisen, aber wir hatten knapp 70 Stunden Schweden ALLES AUSGESAUGT, was nur ging…

Was „normal“ wohl mal für Autofirmen geschaffen wurde in Sachen attraktivem Wochenend-Trip, ist de facto auch etwas für Kind & Kegel – Herrlich, was das Spaß gemacht hat und bleibenden Eindruck hinterließ – und noch Aufnahmen dazu, die wir noch in Jahren anschauen können… Kann man(n) auf jeden Fall machen!! Auch ohne es wie ich gewonnen zu haben. Allein die Idee haben vermutlich nicht viele…

(Bilder-LINK Facebook Tag 4)

Anbei hier meine unabdingbare Packlist im (Anni-) Kidsmode:

  • Brauchbare Kraxe für längere Wege
  • Gutes Schuh- und Ski-Material
  • Sonnenbrille
  • Mütze – Buff – Funktionswäsche
  • Nüsse, Knäckebrot & Co. immer parat zur Stärkung 😉
  • GoPro & Spiegelreflex, falls vorhanden – für die über 600 Aufnahmen
  • Viiiieeel Gute Laune & Abenteuerlust

Für alles weitere schaut` selbst: http://www.iglootel.de/ ff.

PS: Zu Hause am Montag Abend sollte man NICHT unbedingt Nachtdienst planen UND: Mama Jana fragte Anni, was denn bei den ganzen Abenteuern am meisten Spaß gemacht hat???! „Der Spielplatz!“ *köstlich*

Genießt` den Frühling & vielleicht den nächsten Winter in Arjeplog – Anni & ich zieht es in 8 Tagen nach Tirol zum 1. Skiurlaub noch vor dem 4. Geburtstag…

Besten Gruß – Bleibt` geil – Euer Maazel

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Ein kleiner dummer Junge…

…lief ULTRA!

Servus liebe Menschen, ich hier mal wieder…

  

Viele starten ja so ein Jahr völlig durchstrukturiert, frisch motiviert, mit tollen Vorsätzen usw. und sofort…

Ein kleiner dummer Junge macht wie immer (vieles) anders! Wirsch, nicht ganz unaufregend, thermisch zum Teil, recht undiszipliniert & häufig schlaflos…

(Mut zum Frogskin!)

  

Aber an welchem Punkt setze ich da jetzt genau an??!

Vielleicht bei der Tatsache, überhaupt irgendwann wieder die Idee gehabt zu haben, doch noch mal die fast sagenumwobene Brocken-Challenge am 2. Februar-Wochenende in Angriff zu nehmen! Über 80km!

Und als kleiner dummer Junge schon mit in die Bewerbung zu pinseln, dass eine Teilnahme ja quasi Garant gegen sonnigen blauen Himmel wäre.

  (Archivbild 2016)

Wie immer wollte ich mich besser vorbereiten, mehr trainieren & längere Einheiten laufen. „Über“ blieben läppische 140 km in 6 Wochen vor dem ersten Ultra überhaupt seit Mitte 2015 – für die meisten eher ein relativ normales Pensum – allerdings PRO WOCHE…

Vermutlich zählte zu den nächsten uncleveren Ideen auch, die Teilnahme aufrecht zu erhalten, obwohl erst knapp 10 Wochen zuvor unser Sohn Toni geboren wurde und der kleinste Wolfpack-Spross sich quasi mit Neujahr die ersten heftigen Krankheitsviren eingefangen hatte… Ein halbes Dutzend Mal Inhalieren täglich, den Mini-Mann im Kinderwagen zwecks Atemwege an die Frischluft bringen und diverse Nebenbaustellen sorgten da selbst mit genialem Zeitmanagement für wenig „Puffer“, neben Family und Job noch ein produktives Training einzuhalten…

  

Zudem „kränkelte“ auch der Kadaver selbst! Nahezu tägliche Rückenpiene zogen sich ebenso durch den Jahresstart und wurden nach Besuchen beim Doc, Physio-Messias und der Zahnärztin leider auch nicht erfolgsversprechend besser – Dafür hat der kleine dumme Junge hinsichtlich Wärmepflaster, Salben, Dehnen, Drehen, Kneten & Co. wild herumexperimentiert… Gereizt bleibt ein Ansatz im unteren Rücken, der wohl primär für verkürzte „Beuger“ spricht… Wie dem auch sei: Beim Laufen wird`s besser, mobiler und schmerzfreier – Das musste halt die ganze Zeit reichen!

  

Denn eins kann ich, der benannte „ihr wisst schon“- Junge, schon immer ganz gut – mir pragmatisch und STUR etwas in den Kopf setzen! 🙂

Also fein locker geblieben, sich auf den Besuch bei guten Freunden im Harz gefreut und einfach NIE über eine Absage nachgedacht. Motto: Wird schon alles irgendwie! Die 1-2 Haxenglut-Einheiten werden es schon richten, dachte das kleine Trotz im Ohr!

  

Jau – und nach familiär wirklich nicht langweiligen Wochen mit dem tapferen Toni & dem Rest des Wolfpacks machte ich mich letzten Freitag auf Richtung Göttingen, um an dem BC-Briefing teilzunehmen. Dort eingetroffen den nun 4-maligen Sieger und Geburtstagskind Flo Reichert zu treffen, tat sehr gut – Er lächelte wie immer und sprach davon, auch „weniger gemacht“ zu haben… Gut, die Rede ist hier von einem Lauflevel, dass eher eines ICE nahe kommt und nicht, wie bei mir einer dicken alten Dampflok – aber egal – Es motivierte, ähnlich wie das Treffen der vielen anderen bekannten Gesichter der Ultra-Verstrahlten! Und spätestens beim INTRO des Briefings wusste jeder mit etwas Verstand im Oberstübchen, wieviel HERZBLUT ❤ in diesem Event steckt!

Ich war „drin“ im BC-Modus… Zwar erst bei der 2. ECHTEN Teilnahme – aber ich war ja auch 2 Jahre zum Support und zum Genuss von schönstem Brocken-Wetter mit vor Ort. Die Pasta bei BC-Legende Frank rundete diesen Eindruck des Abends ab.

Aber zurück zum kleinen d***** Jungen: Am nächsten Morgen war er wieder voll da. Ich Vollhorst krempelte mir aus Kälte-Muffe oder weiß der Teufel welchen hirnrissigen Gedanken ein dickes Paar Sealskinz-Socken über die Wrightsocks – fühlte sich im Spike-Schuh an wie Marshmallow-Füße… Sinnfrei dachte ich wohl VIEL BRINGT VIEL – Total Banane… Vom Sturz-Salto auf Eis bei Km 6 mal abgesehen spürte ich schon ab km 15 schickes Brennen unterm`  linken Fuß! Eine 5-Mark-Stück-große Blase entwickelte sich – Gefühlt die Erste seit Jahren! Nach Grübelei zog ich den „Übersocken“ bei km 20 ca. endlich aus! Zwar viel zu spät, aber damit konnte gut leben & meine Synapsen den Schmerz wegignorieren…

(S.Reinecke)

Bei Barbis (42km) hielt ich Smalltalk mit Christiane: Ich sagte zu ihr kurz im Spaß, dass die Örtlichkeit auch immer ein Stück weit zum Aufhören einlädt…

Ihre Antwort: „Kein Platz mehr im Auto“ 😉 Und weiter gings`… Miiego-Kopfhörer mit KRAWUMM ins Ohr und ab in den Tunnel – der Rest wurde langsam erledigt, aber ist schnell erzählt! Da bin und bleibe ich mir selbst ab und zu ein kleines Motivations-Wunder! EINFACH MACHEN! Trotz Schnee, Tiefschnee, verharschtem Schnee, eisigem Schnee & griffigem Schnee…Die pure QUAL – Wie ich es LIEBE! Und in Aschu`s Dunstkreis lief`s überraschend gut!

Im letzten Drittel flog noch Sybille lächelnd an mir vorbei – meine Finisher-„Partnerin“ von damals – 2014. Und wieder war sie bergan ein rasende „Trulla“… Huuuut ab & Glückwunsch, Rakete!

Ab km 70 (Hotel Achtermannstor – herrliche Erinnerung an 2016) bin ich dann selbst sogar fast im Mini-Flow…

Der Abschnitt Oderbrück hoch zum Brocken gelang mir in knapp über einer Stunde – und ich kam im Hellen ganz oben an – in 10:10 Stunden! Neue Bestzeit – und das alles nach DEN Umständen! Sehr zufrieden ein kleiner dummer Junge ist… 😉

Rückblickend betrachtet war ich zwar selten zerstörter die Tage nach einem Wettkampf – aber: die BC ist es wert! Und irgendwann, irgendwo, werde ich wieder von „ihr“ zehren können…

Dafür DANKE – Allen tollen Helfern, dem ASFM und natürlich meinen Harz-Homies ❤ Christiane & Mattse… Und auch mit nächster Woche 38 Jahren bin ich weiter lernfähig in Bezug auf meinen meist selbst fabrizierten Unfug!

Bleibt gelassen… Es grüßt Euch von Herzen und meldet sich bestimmt bald wieder –

Euer bloß` nie schlau und erwachsen werdender Maazel

PS: Neben meinen Supporter-Firmen gilt` der größte Dank natürlich meinen Liebsten:

(Bilder: FINE)
ICH LIEBE EUCH!!

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