Ötzi-Finisher & sooo viel mehr

Mein lieber Herr Gesangsverein –

Was für irre Wochen mal wieder, die da hinter mir/uns liegen!
Ein fröhliches HALLO an Euch alle…

Nach 3 Wochen Traum-Urlaub wie im Bilderbuch und gefühlt „wie ausgewandert“,
kam der große Schluss – wie so oft – erst noch!

  

Meine Frau Jana hatte eigentlich beim Kroatien-Trip und dem Ironman 2016 gesagt, sie möchte keine Wettkämpfe mehr gepaart mit Urlaub bzw. direkt am Ende.

So musste ich ihr versprechen, dass mich der Ötztaler dieses Jahr nicht so „beschäftigt“ im Vorfeld, wie sonst zum Beispiel Roth, der Zugspitzultra oder eben andere längere Geschichten, die es schon gegeben hat.
Irgendwas ist ja (fast) immer…

  

Und so war es!
Wir verbrachten wirklich sagenhafte Tage im Pustertal, am Gardasee und auch im geliebten Ötztal und ich habe tatsächlich geschafft, überhaupt nur 3-4 mal kurz auf dem Rad zu landen, um noch etwas die Haxen warm zu rocken.
Quasi völlig ohne Höhenmeter – immer nur für Spaß als kurzes „Anglühen“.

  

Ich hatte auch noch gut lachen, als ich im WoMo feststellen musste, dass ich meine Trinkflaschen (hat man ja so wenige von!!) und diverses Equipement komplett zu Hause vergessen hatte.
Aber bei som` knackigen 40er auf dem Pustertaler Radweg oder von Lazise nach Malcesine am Gardasee entlang brauchte man das auch alles nicht.

  

(weitere Urlaubsbilder siehe Fazzebukk)
Aber natürlich kam es doch noch etwas „unentspannter“, als wir im Ötztal eintrudelten!!

  

Erstes Highlight war die Anreise mit dem 7,5m WoMo & Zwischennacht in Meran über das berühmt- /berüchtigte Timmelsjoch

ABENTEUERLICH kann ich nur sagen…
Und natürlich trotz gebuchter Brenner-Maut auf Papa`s ausdrücklichen Wunsch!

Klar – fahrbar und unser fahrendes Loft war wieder sehr tapfer – aber mit überholenden Ferrari`s, diversen Motorrädern, entgegenkommenden Bussen und Gegrübel, ob wir uns nicht an einem der Tunnel doch mal unser Alkoven-Ehebett einfach nur Abfräsen!?!

Da kam ich schon etwas in Gedanken, wie viele Kilometer es doch sind, bis man ganz oben im Tunnel „rüber“ nach Österreich angekommen ist. Auch mit dem Rad eine Woche später!
Töchterchen Anni hatte als aufgeregte Beifahrerin vorsichtshalber die Kilometer, die Kehren und die ich glaub´ 18 Tunnel mitgezählt…

  

Angekommen vor Ort der obligatorische Bike-Check:
Bei Hummel in Längenfeld wollte ich Schaltung und Bremsen noch mal prüfen lassen.
Der 1. Blick des Veteranen und knapp über 7h-Finishers im Geschäft ging auf meine sogenannte Kassette:
„Eine 25er??!“ Du weißt schon, dass hier ein paar Berge stehen??! …war seine mechaniker-geschulte Frage.

Tja – was sollte ich sagen?! Das wusste ich schon… aber als geborener Endanwender war mir natürlich nicht bewusst, was eine größere Kassette überhaupt bewirkt…
Ohne seine Frage wäre ich auch gedankenlos so gestartet und hätte mich nicht mal im Ansatz mit der „Übersetzung“ befasst!

Abends dann Kopfkirmes:
Google… Hin- und Herschreiben mit dem ebenfalls startenden Freund über Facebook – usw. usw. – Schien` wohl doch nicht sooo ganz unwichtig zu sein, ob 28, 30 oder 32 Zähne…oder eben nur 25!!

Nebenbei überflog ich Blog-Berichte vom Wetter-Debakel 2013, andere Erfahrungsgeschichten vom Ötztaler Radmarathon (ÖRM) und aktuelle Wetterberichte!

Maazel – Du gottverdammter HONK!
Nachdem erst 12 Stunden Sonne angekündigt waren für den Renn-Sonntag, sollte das Wetter ab donnerstags rapide einbrechen, abkühlen und quasi dauerregnen…
Und Du??! ¾- Hose, lange Hose, Handschuhe, Überzieher – alles bei den ca. 48 Trinkflaschen – nämlich ZU HAUSE !!

Das mit der Kassette wurde beim Abholen vom Bike erst etwas beschwichtigt:
Deine Bollerbeine werden das schon packen – „aber am Timmel musst` WÜRGEN!“ – spätestens…
So der nette Hummel-Mitarbeiter, der hinten noch den Reifen getauscht hatte & eh grad kein passendes Material für einen kurzfristigen Wechsel parat gehabt hätte…
Bin ich mit den Kids also lieber in Fun-Park und Therme verschwunden! 😉

  

Da war sie nun doch ein Stück weit – die etwas aufkeimende Panik, das Ganze wohl doch zu locker genommen zu haben.
Wollte ich nach Startplatz-Zusage zunächst nicht mal mit einem waschechten Rennrad starten, das ich nun ja auch erst kurz vor dem Urlaub erstanden hatte!

Wie „damals“ beim ZUT (Zugspitzultra), wo ich mich bei 3 Starts quasi nie mit dem Streckenprofil befasst habe… 😉
Für die Frage, ob ich mit TRI-Knospe starten könne, hatte ich vor Monaten im Netz fast einen Shitstorm kassiert!

Klamottentechnisch blieb ich ähnlich stur:
3x ToughGuy, 3x The Race, 17 Stunden Regen-ZUT und viele Beispiele mehr –
Sooo zahlreiche Wettkämpfe waren schon sooo unendlich kalt – da wird das ab Innsbruck schon gehen – redete ich mir konsequent bis blauäugig ein.

  

Aber bei der Kassette verlor ich dann am Tag zwischen Prolog (da habe ich schon Laktat gehustet!) und Rennen doch noch die Nerven – und bekam dank Jonas vom Bike-Center in Oetz doch zumindest noch eine 28er-Kassette in den „Käfig“ gedreht!
Allein für den Kopf viel wert, „spurtete“ sich der 300m-Test Richtung Piburger See rauf doch sogar in Crocs ganz gut hoch. 😉

Der Rest war dann sonntags der übliche Synapsen-Fehler mit mehrstündiger Denkpause:
Nicht REDEN – einfach nur MACHEN!

4:20 Uhr nach aufgeregter Toni-Nacht ohne wirklichen Schlaf aus den Federn und rein in meine kurze Trägerhose. 1-2 Buffs, eine Weste so „dick“ wie Papier – geht schon!
Ab Camping-Platz Huben nahm` mich ein anderer Teilnehmer mit seinem Schwiegervater mit nach Sölden – so konnte ich schon kühle 9,5km sparen, die ich vom Prolog freitags im Regen als An- und Abfahrt kannte. (siehe auch Strava)

Das Rennen selbst war dann geil – Krank! Richtig krank – aber auch richtig GEIL! Gegen 6 Uhr standen gefühlt alle schon am Start und warteten… die einen thermischer, die anderen relaxt wirkend.

Ab 6:45 Uhr kam der rund 8200 Beine „schwere“ Carbon-Koloss ins Rollen…

Die elektronischen Schaltungen summten und surrten sich über die B186.

Der Auftakt nach Oetz gewohntes Terrain – in meiner „2. Heimat“ bin ich diese Straße ca. 599 mal runter mit diversen Fahrzeugen…Mit Kumpel Günsen schon bei Gewitter & Regen wie aus Wasserbächen.
Und mit Renner rollte es mal richtig geil – noch halbwegs trocken auf der Straße und in der Masse der Gruppe(n) mit sogar über 47km/h.
Wer hätte das nach 3 Tagen Regen erwartet?! Ich jedenfalls nicht…

Die Hektik, von der ich im Vorfeld noch gelesen hatte, verspürte ich kaum. Es bockte! Genauso wie der Aufstieg nach Kühtai. Hier kenne ich jede Kurve. Fast metaphorisch konnte ich alles abcruisen:

Canyoning-Einstieg, Wanderungs-Parkplatz, Eiskletter-Kehre, Ochsengarten, Rodelabfahrt Feldringalm, Wetterkreuz-Tour, Langlauf-Stausee – schossen mir diverse schöne Erinnerungen von zig Urlauben durch den Kopf… Wie immer herrlich hier oben!

Genial & spaßig, fast in Euphorie verfallend…

Dann wieder der (sich selbst bremsende) Vollidiot!
1. Labestation – habe ich aus TRI-Reflex erst mal die geleerte und neu zugelegte Trinkflasche mit einem „Basket-3er“ im Müllcontainer versenkt.

Scheiße – keine Flaschen! Da standen „nur“ Becher – liebevoll aufgereiht auf langer Strecke der Helfertische, sah ich im Augenwinkel quasi mit dem Wurf…
Mist, Du Horst – nix mit neuen bequemen Pullen. Also flux das Fahrrad abgestellt und auf Klicks zurück zum Müllcontainer „getänzelt“.
Zum Glück als da knapp über 700. Platz war die Tonne noch leer – so fiel fast niemandem auf, dass ich erbärmlich baumelnd meiner Flasche hinterhergeklettert bin.

Hach herrlich & fast lustig…

Weiter ging´s und auch die amüsante „Containering“-Laune verflog noch.
Die Abfahrt Richtung Innsbruck zog mir den Zahn, Fahrrad fahren zu können!!
Regen, Nebel, Wind – kalt ich NUSS!

Bremste fast durchgehend wie eine Prinzessin und hatte im wahrsten Sinne den Kupferbolzen im Heck klemmen. Und die Zähne klapperten… Ehrlich! Die klapperten… Kiefer und Nacken verkrampften… ich fühlte mich unsicher und gänzlich unwohl…
F*** – war das KALT!

Nach etwas „Gruppengeprügel“, dass ich sonst nur von der Rolle auf Zwift kenne, erholte ich mich langsam Richtung Brenner. Schön zu fahrende Strecke, gute Beine, wenig Höhenmeter – ich konnte alles mitfahren.

Bis: Jau – Bis, *Bautz*, 2 Bikes vor mir einer mit Fahrfehler an einer Felswand hängen blieb – zum Glück im seichten Aufstiegstempo – und 2-4 Mitfahrer inklusive mir zum Auffahren zwang!! Crash im Pulk… Und ich Trottel schön dabei…

Wieder F***!
Die Gruppe war schnell weg, ich wieder verunsichert – suchte ich doch nach einem Schleifgeräusch am Rad… Ich brauchte ca. 15-20km, um überhaupt wieder zurecht zu kommen. Mich kassierten derweil 7-8 Gruppen von mindestens 10 Mitstreitern –
Keine einzige konnte ich halten.
Bei 28km/h ca. war der „Ofen aus“!

Ich zwang mich zu Gel und Schokoriegel, obwohl es am Ernähren eigentlich nicht liegen konnte. Zum Glück war ja auch nichts schlimmeres bei höherem Tempo passiert.
Aber was so eine kurze Unachtsamkeit doch mit einem veranstalten kann…

Der Kopf war tatsächlich mal richtig OFF !! Ich fühlte mich wie Game Over…
Und das im mutmaßlich fahrbahrsten Strecken-Segment des ganzen ÖRM.

Beim richtigen „Hoch“ auf den Brenner ging`s dann zum Glück wieder – ich kassierte wieder andere und die Beine hatten doch noch etwas Stoff. Die Kälte in den Füßen und Händen machten trotzdem auf Dauer mürbe…

Vom Brenner aus Richtung Jaufen wieder die ängstliche Abfahrerei – aber ich hatte mich mittlerweile besser mit denen abgefunden, die ca. 20km/h oder mehr schneller waren und an mir vorbeiflogen wie Geistesgestörte!!
Du willst „nur“ heil ankommen. 4,5 Stunden bis Brenner auf „Halbzeit“ waren doch gar nicht soooo übel…

Jaufen wurde lang – richtig lang & richtig fies!! Hatte ich im ganzen Timmel- & Kühtai- Gegrübel fast als „einfach“ abgetan im Vorfeld… Weit gefehlt!!
Doch ein Ü2000er-Biest, das sich arg fies Kehre um Kehre nach oben zog…

Plötzlich ein Zwicken am Po und eine mir gewohnte Stimme! Micha rollte ran, mein „Kassetten-Ratgeber“ und Ruhrpott-Bekannter. Ein Veteran auf dem Bike!
Kerr`, das tat gut… endlich mal eine Unterhaltung, bisserl feixen, bisserl gemeinsames Kurbeln. Für meine Birne Gold wert.

Oben nach der Labestation lasse ich meinen schiefen Lenker checken.

Jaufen runter – die Platte kennt ihr schon… blieb` für mich wirklich etwas irre – kurvig hoch 10, zunächst nebelig mit kaum Sicht, aber „unten raus“ zum Glück einen Touch besseres Wetter. Und sogar der Lorenz blinzelte ab und an mal durch die Wolkendecke.

  

Was blieb??! Genau: „Rudi Riese“ Timmelsjoch – Der ENDGEGNER!!
Aber der mir wieder besser bekannte ENDGEGNER… Wie hoch nach Kühtai kenne ich fast jede Kehre – müsste es wieder besser laufen, als die „elende lange Mitte“ –
UND ein Ende ist in Sicht… und sogar in Sub10-Sicht.
(Einer ähnlich „magischen Marke“ beim ÖRM, wie bei einer TRI-Langdistanz.)

Ich traf wieder auf Micha und seinen Kumpel „Klaus“, der bei sich die 25er-Freak-Kassette draufgelassen hat. Chapeau! Ich war froh, eine 28er zu trampeln.
(Noch mal DANKE Jonas & meine Freunde in Sautens)

Schinden kann er sich! Gaaanz langen Takt kann er auch… Und STUR isser!
Jung, bring`s zu Ende!! Bisserl futtern, ein paar Nüsse, Schokokuchen und gib` ihm!! …feuerte ich mich innerlich an.

Der untere Rücken zwang jetzt öfters zum Aufstehen, aber es rollte fast überraschend gut – dem o.a. Tunnel kurz vor dem Landeswechsel bei km 28 stetig näher und näher!
Mir war sogar nach Grinsen zumute, weil wieder die Sonne rausguckte und ich in den Kehren Richtung Meran „runter“ an eine wunderschöne Flitterwochen-Wanderung mit Jana und Amy denken konnte!! Da muss ich noch mal mit dem Wolfpack hin…

Timmel – DU bezwingst mich nicht… fing` ich auf Passhöhe dann sogar explizit das SUB10-Rechnen an – und nach Roth ist ja bekannt, dass diese Zeiten-Jongliererei nicht zwingend meine Stärke ist. Die Optik war sogar etwas zu genießen… Die drapierten Trikots von 38 Jahren ÖRM-Geschichte verschönerten die Kehren!

Die letzte lange Abfahrt Richtung Zielstrich treibt mich auf die 80km/h-Grenze und sogar etwas darüber am „Totenstein“.

Am Maut-Zipfel & Richtung Zwieselstein mussten die Haxen noch mal ACKERN.
Aber da bockte es total. Schön breit alles, einsehbar und sogar trocken!!!
Wie brutal geil – Du debütierst beim Ötztaler unter 10 Stunden.

Bei 9:53:30h netto loggte ich unter dem RedBull-Bogen ein… ENDLICH!

Im Zielbereich stand letztmals Nähmaschine Micha – Netto sogar 3min. schneller – wir schlugen ein, umarmten uns, tranken kurz darauf ein wohlverdientes BIER!!!

Geiler Tag – genau wie „geplant“ – oder nennen wir es besser wie „flüchtig geplant“
(Aufwand 2018 waren knapp über 4000km, vermutlich 92% davon nur auf Zwift…
Und??! Langt´ doch…*gg*)

Ab nach Huben – wieder bei Regen! 10km „Bonbon“… ZIELSHIRT, wohlverdientes Bild mit den Liebsten… 30min. später saßen wir schon im WoMo und cruisten der Kids wegen schon Richtung Füssen!! Schon mal den Fernpass wegwuppen… WAS EIN TAG!!

Offizielles Video – „Da hast Du Deinen Traum“

Im Nachgang ging`s Montag noch mal über 630km nach Hause, Dienstag direkt zum Frühdienst und dann schon wieder ab ins Emsland, um dort unsere neue Hündin EDDA nach Hause zu holen…

Ganz kurz: LANGEWEILE wird`s hier nicht geben… Ötztaler???! Vermutlich (NIE) nicht wieder… 😉 Aber ich danke meiner grandiosen Familie, den Kassetten-Supportern und den zahlreichen Helfern an der Strecke!! Die Orga vom Ötzi ist top!!

Euch allen einen geilen Spätsommer…Bleibt` flauschig – Euer Maazel

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AMY – tollster Aussie der Welt 🌈

DU FEHLST – „tollster Aussie der Welt“
Unglaublich, wie oft wir diesen Superlativ benutzt haben in den letzten fast 13 Jahren!

  

Und das kam nicht von ungefähr – mehr als wohlverdient.

AMY, die kleine Australien Shepherd-Hündin aus einer Zucht in Königswinter, entstanden durch ein „Schäferstündchen“ zweier hochdekorierter Zuchthunde, die aber eigentlich keinen Wurf zusammen auf dem Plan hatten, kam Ende 2005 in unser Leben und war unter einigen Welpen „die Liebe auf den 1. Blick“.

  

Obendrein MEIN erster eigener Hund, unsere absolute Seelenverwandte.
Und, wie viele Hundebesitzer wohl von ihren Liebsten schwärmen, „die AllerBeste“.

   (Bilder)

Sie war einfach mehr, als „nur ein Hund“ und reißt aktuell eine Leere in unser Leben, mit der wir so noch gar nicht umgehen können.
Und mich mit meiner sonst so pragmatischen Art – geprägt durch Job & früher „Nebenjob“ auch mit dem Tod – in eine völlig ungewohnte und tränenreiche Traurigkeit reißt.

  

Uns, das Martens-Wolfpack, gab` es seit AMY in den Kombinationen 3 – bis hin zu 6 – köpfig und sie hat als „Rudelführerin“ ALLES in einer Art hingenommen, die demütiger und schöner kaum hätte sein können.

Aufrichtig, lieb, empathisch, genügsam & fröhlich… Einfach einzigartig!

  

Ob Weggefährte Border Collie BO, den sie erst aus Stolz links liegen ließ und der es durch Krankheit leider auch nur bis Januar diesen Jahres geschafft hat –
oder hinterher unsere Kinder Anni & Toni, die seit dem Krabbelalter auf ihr rumkletterten und ihr in Augen, Ohren und/oder Zähnen herumfudelten und am Schwanz zogen.

  

AMY schnupperte sich an alle lieb heran und schloss sie in ihr riesiges HüteHERZ ein.

Nie beschwerte sie sich oder machte Andeutungen, sie würde etwas nicht mögen.

  

Sie war immer dabei, mittendrin!!
Ob beim Lauftraining, beim Langlauf, beim Bergwandern, Skifahren, Biken, Paddeln, Klettern, Roller fahren oder was auch immer… Eher wäre sie umgefallen, als einem von uns von der Seite zu weichen! Mit einem unantastbaren Vertrauen in uns!

  

Ein echtes „Galakto-Geschöpf“, dass uns im Streit vor dummen Dingen bewahrte, uns häufig tröstete, wenn es Grund für Tränen gab oder auch unser Projekt „Kinder“ wieder mal etwas komplizierter und länger wurde… Auch hier war AMY immer da!

Nicht als „Ersatz“, sondern als Freund & treuer Beistand. Mit einem kuschelndem Schnäuzchen auf den Beinen – durch dick & dünn…

  

Immer aktiv und fit, mit einem freudigen Po-Wackler zum Gruß, bei großer Vorfreude einem Juchzen, ja fast Grunzen oder auch mit einem Bellen, wenn mal wieder alle Martens zu bekloppter Musik um den Esstisch oder Küchenblock liefen und wir mit ihr „fangen spielten“

  

AMY liebte abgöttisch die nackten Beine unserer Gäste, Tennisbälle und Ikea-Stofftiere, leckeren Hüttenkäse und natürlich EIS!!
Wie „damals“ mitten in Meran in der Fußgängerzone… oder „damals“, als wir sie in Obergurgl mit in den Sessellift setzten in unseren Flitterwochen –
oder im Einer-Lift von Sölden… in der Gondel von Oetz oder oder oder…

Geschichten „noch und nöcher“, bücherfüllend und voller Bilder, machen den Abschied innerlich schöner, aber auch nicht zwingend leichter!

  

Kinder und Erwachsene, die sonst Angst vor Hunden hatten, wurden bei AMY „weicher“.
Ihre absoluten Lieblinge, die hier nicht namentlich erwähnt werden müssen, wurden stets zur Begrüßung abgefeiert und schon am Geruch erkannt.

  

AMY`s eigener Sport wie Agi, Treibball oder das Laufen als mein Klettverschluss am linken Bein waren ihre Passion. Oder auch Walking mit „Oma“… 🌞
Noch im März im Schnee war sie der Hammer, auch wenn Augen und Ohren so langsam altersbedingt nicht mehr wollten!

Sie war einfach mit Worten kaum zu beschreiben. Ein Traum von einem Hund!

So präsent und doch fast unscheinbar. Wir kamen Jahre ohne Leine, Kommandos, Strafen oder was auch immer „andere“ so brauchen, mit ihr aus!
Ein Blick oder Kopfnicken reichte, ja es funktionierte sogar teilweise ohne. Jana & ich fragten uns nicht selten, ob AMY tatsächlich telepathische Fähigkeiten hatte?!

  

Sie spürte es einfach – vieles davon sogar als Erste! Ob Schwangerschaften, Gefahren, Traurigkeit und Fröhlichkeit usw. – Die supersensible AMY wusste, was los war mit IHREM Wolfpack. ♥

Und wäre genau jetzt in diesem Moment vermutlich erste Trost-Spenderin für uns alle.

  

Ich will keinen Nachruf voller Faszinationen beleuchten & dann doch so vieles unvollständig lassen. Das würde ihr in Gänze eh nicht gerecht werden!
Gedanklich sind so viele Momente in unseren Köpfen, die wir glücklicherweise auch mit viel Lächeln nachbesprechen… Allein schon für Anni – die wirklich toll damit umgeht.

  

Eigentlich hätten wir sie nur etwas länger bei uns haben wollen – auch wenn es zu unserer verdammten Pflicht gehörte, sie schnell zu erlösen & sie nicht leiden zu lassen.
Um nun irgendwie mit der viel zu rasend entstandenen Trauer umzugehen.

AMYDANKE FÜR ALLES!
Du warst der Wahnsinn – Ein herrlich verrücktes Wollknäul…
Dein Geruch, Dein Blick, Deine Hingabe, Dein Einfühlungsvermögen – Wegen Dir haben wir alle versucht, bessere Menschen zu sein. Von ganz klein bis groß…

Lauf` mit BO schon mal ein paar Ründchen vor… 🌈 bis bald, geliebte „Pummelfee“
WIR LIEBEN UND VERMISSEN DICH IMMER
Dein Herrchen Maazel – mit den beiden ebenso traurigen Mädels & Toni

PS: Mit mehr Zeit zum Abschied wären es wie in DENALI statt dieser Worte hier noch mal Besuche zum Meer oder in die Berge geworden…

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Roth ❤ (m)ein emotionales Rechenspiel!

Servus liebste Menschen, (Achtung: VIEL Werbung & Text)

  

eine 6-stündige Rückfahrt mit Wohnmobil-Auspacken, wie nach einem 3-wöchigen Urlaub, ein Ausflug zum Klettern mit den Dienst-Kollegen und 2 Spätdienste sind schon wieder vergangen, seit ich zum 4. Mal das Projekt CHALLENGE ROTH für mich in Angriff genommen habe.

Worte für dieses meist absolute Jahres-Highlight zu finden, fällt mir auch beim 3. Einzelstart dort sehr schwer – weil es fast so ist, wie im Wettkampf selbst! Man droht schnell zu „überpacen“… und das meine ich in diesem Fall tatsächlich durchweg positiv!

Vor dem Start, natürlich sehr währenddessen und spätestens seit dem Feuerwerk-Spektakel am Sonntag-Abend sauge ich förmlich ALLES auf, was über den „Hype“ Roth gepostet, geschrieben, verfilmt oder in geniale Fotos verewigt wurde.

Und die Euphorie schwingt noch völlig mit. ❤ (siehe Insta-Video)

  

Viele Starter vor Ort hatten tolle Rennen, einige feierten ihr Debüt auf der Langdistanz, es purzelten persönliche Bestzeiten, aber es gab auch Rennabbrüche, Unfälle und wie sehr wahrscheinlich auch wie in jedem der letzten 35 Jahre der Tradition Roth säckeweise EMOTIONEN !!
Allein schon der 9-Sekunden-Showdown von Rakete Dani Sämmler war ja im Ziel ein echter Krimi, bei dem kein Auge trocken blieb! (siehe Video) © René Domke

  

Mein Jahr bis hierhin war schon im Vorfeld eine gefühlte Achterbahn. Körperlich sogar auf den Punkt fit und im Winter in Sachen Zwift und überhaupt auf dem Rad wirklich ungewohnt fleißig – immerhin läpperten sich rund 3800 Trainingskilometer in allen 3 Disziplinen – die meisten davon natürlich auf 2 Reifen, bzw. rolltechnisch im Folterkeller sogar nur auf einem! 😉

Umgekehrt war auch 2mal Antibiotika angesagt, Mandeln-, Ohren- und Augen-Entzündungen und zuletzt auch eine immer noch nicht fertige Wurzelbehandlung bremsten etwas aus. Aber diese Dinge konnten mir scheinbar nichts anhaben, obwohl ich im Frühjahr sogar einen geplanten Halbmarathon absagen musste oder auch bewusst auf irgendwelche TRI-Halbdistanzen o.ä. verzichtete.

  

Der längste Trainingslauf hatte somit knapp über 15km – muss auch mal reichen – das Gesamtpaket stimmte trotzdem jederzeit… redete ich mir zumindest immer wieder ein und behielt zum Glück recht. (siehe Strava)

Auf die Monatsblätter in unserem Familien-Kalender waren immer wieder die Zeiten, die ich mir für den 1. Juli vorgenommen hatte, fett mit Edding am Rand aufgemalt – seit Januar hatte ich diese Zeiten verinnerlicht & immer gut sichtbar vor Augen!

  

Aber kommen wir zum eigentlichen Trip in das MEKKA des Triathlon:

Nach einem verkürzten Nachtdienst ging es Freitagmorgen zeitig mit dem Wolfpack Richtung gallisches Dorf in Mittelfranken – diesem wunderbaren „Roth“!
Natürlich mit Stau bei Würzburg – teils mit Prognosen von 4 Stunden Verspätung – aber letztendlich waren wir nach 7,5 Stunden am Mafia-Hotspot und machten uns direkt zum Expo-Gelände auf, um unsere jeweiligen Startunterlagen abzuholen & beim jährlichen Gruppenbild endlich mal dabei zu sein.

  

Ein neuer Brezen`-Stand auf der Expo & die chillige kühle Nacht läuteten ein rundum erfolgreiches Wochenende ein!

Zunächst kam Jana etwas auf ihre Kosten und startete Samstagvormittag bei der Challenge Women über 5km – nicht so rasend wie die Siegerin Frau Kienle war sie nach längerer Laufauszeit in den letzten Monaten durchaus zufrieden im Ziel und Anni & Toni hatten mit Papa Spaß beim Support mit ordentlich Kuhglocken-Gebimmel.

  

Nach einem Spielplatz-Abstecher auf dem Rückweg bin ich nachmittags noch zum Bike-Check IN Richtung Kanal – auch dort lief es erstaunlich zügig – alles schnurstracks erledigt und ausnahmsweise ohne notgedrungenen Radsport-Burgstaller-Besuch vorher hatte ich sogar Glück, dass mit Dirk ein weiterer „Schwerter Jung“ vor Ort war, bei dem ich wieder mit zurückfahren konnte.

  

Es fing nun langsam an, zu kribbeln und die Aufregung nahm spürbar zu…
Der Sonntag konnte kommen!

Abends noch ein paar Nudeln ins Gesicht geschmissen und die obligatorischen Beutel gepackt – konnte ich in Anni`s eigentlichem WoMo-Bett sogar passabel gut schlafen.

  

Am Sonntag um 4:45 Uhr ging mein Wecker – ich hätte ansonsten eh Frühdienst oder noch Nachtdienst gehabt.
Der nette „Driver“ Sascha fuhr Mitstarter Marc und mich um 5:30 Uhr Richtung Start – durch Stau kam kurzfristig eine minimale Spannung auf, es rechtzeitig zu schaffen. Schließlich wollte der Rad-Beutel noch im Wechselbereich nach dem Schwimm-Ausstieg abgelegt werden.

Es passte zum Glück alles bestens und doch bis auf eine kurze Laufeinheit über die Kanalbrücke relativ stressfrei. Die letzten Vorbereitungen und das Umziehen wurden zum Selbstläufer.
Gegen 6:45 Uhr gab ich meinen After-Race-Beutel ab und tingelte im Neo in den Startbereich. Ein skurriler Geruch verschiedenster Cremes und Pasten ließ mich kurz Grinsen – „irgendwie wie im Latschenkiefer-SPA hier“…
Und dann noch diese weißen Hotelpuschen von allen… Herrlich! 😉

Ab ins Wasser! Kaum Zeit – Startgruppe ab Punkt 7 Uhr – Es war angerichtet!

Bock auf Bestzeit – GLUTROTH –  HIER UND HEUTE!

Das Schwimmen lief für meine Verhältnisse dann super – ich kassierte 2-3 Füße auf die Brille und wurde tatsächlich 1mal stumpf überschwommen, blieb aber erstaunlich ruhig.
Atmung, Technik, Züge zu Ende machen – die letzten eingeimpften Basics von meiner Schwimmtrainerin Melanie immer im Kopf – neigte ich zwar wie gewohnt zum leichten Zickzack und zum seitlichen Touchieren anderer neo-geschützter Hüften, aber es hat seit langer Zeit sogar fast mal wieder Freude gemacht!

1900m-Marke: ich habe 37min. auf der Uhr erkannt – Ja, wie geil… es läuft!
Ähm schwimmt… Nach meiner 1:15er-Zeit vom Ironman vor 2 Jahren war ich gefühlt eher schlechter geworden zuletzt.

Bei 3000m glotzte ich noch mal kurz auf die Uhr und erkannte aber aufgrund eines Tastenverdrückers die Zeit nicht. Ärgerlich…aber egal… weiter!!

Nach der letzten Wende & der Brücke stieg  ich bei knapp unter 1:14h-noch was mit neuer Schwimmbestzeit aus dem Wasser!! *GRINS*… So geht’s doch… kein Hüftschmerz – der Kadaver vollkommen ok. „Gefällt mir!“
(Gut, die später noch Tage nachbrennende Wundstelle im Nacken vom Klettverschluss ist schnell verdrängt!)

Der Wechsel war wie gewohnt mit Schuhen im Beutel, aber auch nicht sonderlich lahm. Auf dem Rad fand` ich zügig in den Tritt. Und dabei hatte ich recht unkonventionell am Vortag den Sattel mal eben 3cm höher gemacht! (Self-Bike-Fitting per Zollstock)

Ich kassierte einige größere Grüppchen und musste mich etwas ausbremsen.
Aber schnell wurde klar – auch hier war alles im Soll. Es wurde fair gefahren, sich überraschend gut ans Rechts fahren gehalten und Wetter, Wind & Co. stimmten auch! Greding die 1. und natürlich der Solarer Berg fühlten sich ebenfalls einfach nur wunderbar an. Ohne Defekt und ohne müde Beine aus den letzten Jahren nahezu ein Genuss!

Gänsehaut inklusive! „Macht sich hier Dein Winter bezahlt??!“ Tatsächlich musste ich im Kreis Lächeln…

  

Die 1. Runde verging „gefühlt“ im Rausch!!

Beim 90km-Schild ein Blick auf die Uhr: 2:30h – glattwieder GEIL – wie am Schnürchen. Aber spätestens ab da wurde es zu viel mit dem Uhren-Geglotze!
Ständig starrte ich auf meine Garmin – der Wattwert flipperte komisch & total tief hin und her. Der Batterie-Wechsel im Vector vor dem Rennen war wohl nicht die beste Idee 🙂
Beim Kalibrieren auf dem Weg zum Check IN wohl was vermurkst. Nach Gefühl fahren wäre jetzt hier clever gewesen…

Ja – und dieser SCHNITT – der fiel halt dann auch wieder von 36km/h runter in Runde 2 – vor allem, als es wieder Richtung Greding usw. ging…
Was mich in der 1. Runde noch gedanklich total unberührt ließ (da hatte ich noch mit Frank`s Kritik an meinem Helm zu kämpfen!), ratterte und ratterte  jetzt ständig in der Rübe!
„Junge, Du musst weiter keulen, um die Werte zu halten“…
Wenn`s nach Watt nicht geht, dann halt nach km/h-Schnitt. Wie pragmatisch bzw. fast dumm man doch sein kann! 😉

Komischerweise ernährte ich gel-mäßig total sortiert & konzentriert. Ich nahm mir sogar die Zeit, schon etwas Salz zuzuführen – eher prophylaktisch.
Es lief fast beängstigend rund…Was ein Ritt!

Und es blieb dabei – Der Renn-Hobel funzte, die Haxen funzten… der Schnitt sank zwar etwas, aber ohne Witz: Total wumpe! Ich cruiste das Teil happy zu Ende trotz Wind & Radmasse der 2. Runde – Den Abschluss kannte ich vom 1. Roth-Start mit 2 Platten sooo unfassbar negativ – da ist es schon von ganz allein immer besser, wenn ich nur heile Reifen habe!
Kerr`, ist die Welt herrlich einfach… 😉

Nach 5:06:10h checkte ich aus in Sachen Rad! Wieder Persönliche Bestzeit!
Ein Hauch über 35km/h! …flog ich euphorisch Richtung Wechselzelt…

„Junge, fang` Dich – die ganze Kopf-Euphorie würde nicht klappen, wenn Du es jetzt in den Teich setzt… Keep cool!“ rede ich mir selbst ein!
Ich gehe es noch mal durch mit nun rund 6:20h und wiederum nicht so langsamen Wechseln… Ja wenn Dir jetzt noch ein x:xx Marathon gelingt…
Klappe Maazel!!“ forder`  ich mich selbst auf, zur Besinnung zu kommen & gar nicht erst über utopische Träume wie SUB10 nachzudenken! (und dann gnadenlos wegzuplatzen!)

(Bild vom Mama-Support)

Nicht zu schnell anlaufen und dann mal sehen hieß der Plan – Bei km 3 im kleinen Waldstück stand plötzlich Jana mit den Kurzen – Anni war mit ihrem Fahrrad extra dahingefahren.
Mein Herz sprang im Dreieck, ich freute mich total!! Selbst Toni erkannte Papa und rief quasi sofort laut nach mir. ❤

Ein sehr guter Moment, der so gar nicht geplant war!

Im Vorjahr war der erste Sichtkontakt zur Family zwar auch schön, aber ich blieb kurz darauf fast stehen und fiel in ein Loch. Das fiel dieses Jahr aus. Zwar musste ich mal dringend für kleine Triathleten, aber ansonsten war mein Start in die 3. Disziplin völlig ok! Ja sogar auf die ca. 20km am Kanal freute ich mich etwas!
Es war wie ein Comeback zu meinen Debüt-Wurzeln von Roth! 3 Solo-Langdistanzen dort und jedes Mal eine andere Laufstrecke im #glutroth(en) Paradies!

Probleme machte nun nur der Magen! Trotz weiterem Zuführen von Salz und auch Gels, ohne groß über die Stränge zu schlagen, musste ich noch innerhalb des 1. Halbmarathon 2mal aufs Dixie! Ausgerechnet Finch! Gewünscht hätte ich mir, mit nur einem Besuch wäre alles wieder save gewesen.
Wie dem auch sei: Den Halben machte ich in 1:57h rund und fühlte mich wieder auf der sicheren Seite!!
Stetiges Tempo um die 5:20min. pro km, Verpflegungen wie „Frodo für Arme“ gehend und in Ruhe – ausreichend Schwämme – dann wieder Anlaufen.
Die Starts bei diversen Ultras erleichtern einem hier das Gefühl, auch mal ohne Probleme fast anhalten & versorgen zu können.

Unterwegs bauten mich auch viele bekannte Gesichter auf – vor allem Martin und Konfetti-Bombe Eva – eine Freundin aus der Grundschule, die ihren Mann bei seinem Einzelstart anfeuerte.
Roth zieht halt VIELE IN DEN BANN!

Auf der 2. Hälfte und vom Kanal weg legte ich mir gedanklich zurecht, ich würde mit meinem Rucksack zum Dienst laufen.
Das wären 13,5km – Die „Päckchen“ werden so stetig kleiner und kleiner.

Der Hotspot der Hardtseemafia aka „TRI FAMILIA“ in der Sandgasse pushte mich wie Sau – Laut, Grölend, GUUUUTEEEE LAUUUNEEE !! ❤

Auch der Anstieg nach Büchenbach konnte mir nichts mehr anhaben.
Wie ein „kleines“ Syburg-Training mit der Haxenglut – Und auf dem Rückweg „nur noch“ die läppische Hausrunde von 6-7km!
So tingelte ich von einer Gewohnheits-Metapher in die nächste! Der Kopf top drauf…

  (Frank-Video BRÜLL!!) ❤

Um dann – ja DANN – ca. 3km vor dem Ziel die entscheidenden Rechenfehler einzubauen!!
Ich schachtelte noch mal meine Tagespäckchen zusammen und fügte ca. 5min. Wechselzeit hinzu. Leider kam mein synapsen-defekter Dickschädel hier auf eine mutmaßliche Zielzeit von ca. 10:22 Stunden! Ein kurzer RESET – meine PB ist dahin!!

Es funzt nicht mehr, selbst wenn ich mit 3er-Schnitt durch die Stadt ballere! Ganz ganz kurzes Resignieren und ein wirklicher STOP mitten in Roth – Verpflegungsstand – noch mal in Ruhe alles mitgenommen!! Den Kopf wieder sortiert – „Maazel: Einen Riesen-Pups drauf – dann ist es halt nicht die Gesamt-Bestzeit! HIER in ROTH wirst Du Deine 11:09h vom Vorjahr trotzdem pulverisieren!“

Wieder strahlend und voll im Laktat-Rausch geht’s Richtung Stadion! Ich lief auf Jana und die Kids zu – vor und hinter mir niemand – Zeit satt! Toni streckte mir schon die Arme entgegen & Anni war schon am Klettern. MEINE TRAUM-SUPPORTER! Denen ich hoffentlich mal über die Jahre mitgeben kann, wie viel Spaß so ein Sport bereiten kann…

  

Wir liefen gemeinsam zum ZIEL und da war er kurz: Der stockende Gedanke mit Blick auf die Anzeigetafel! DU HONKDu hast Dich verrechnet!
Ohne meine lahmen Abschluss-Kilometer angehaucht von kurzer Resignation, die PB nicht zu schaffen, war sie doch eigentlich drin!!!

Ich finishe in 10:19:34h und bin nur 2 (!!) popelige Minuten von der Persönlichen Bestzeit weg!! Im Nachgang natürlich völlig egal, da bin ich wirklich locker & glücklich über das Erreichte – aber hätte ich doch mal… 😉 Ja hätte ich doch…

NEIN, lassen wir das – ein nahezu völlig runder Renntag mit sehr passabler Zeit – ging für mich wie erträumt zu Ende!
Zurück am WoMo nach dem Check OUT aus der Wechselzone ließ ich mich ins Gras fallen, lachte und weinte, wie ein Kind! Alles gleichzeitig! Wie durchgeknallt!

Ich kuschelte & küsste Anni & Toni im Wechsel und drückte Jana ganz fest! ❤
Toni und Ich gingen noch rüber zu Frank, der immer noch über STUNDEN Bambule machte – auch wir umarmten uns auch!! Hiermit huldige ich seinen Support…
DANKE für alles… Meiner Family, meinen Freunden, meinen Partnern, einfach ALLEN, die einen Anteil an diesem grandiosen Tag haben!!

Mit einer 10:16h oder schneller hätte ich vermutlich (auf dem Zenit) den Triathlon-Sport an den Nagel gehangen – JETZT bleiben doch Ziele… Um noch diese fehlenden 2min. rauszuholen – vielleicht sogar beim Schwimmen – oder doch mit SUB5 beim Radeln – oder beim Laufen ohne Verpflegungs- oder Dixie-Stopps! 😉
Oder gar von der magischen SUB10 träumen???! Oder ist das wiederum zu vermessen und utopisch??! Mit nur 14 Trainings-Kilometern im Becken?!

Und wenn ich`s angehe – WANN?! Und vor allem WO??! Fragen über Fragen, die aktuell völligen Kopfbrei in mir auslösen und auch mit Jana gegenbesprochen werden wollen… Aber bis Montagmorgen um 10 Uhr ist ja auch noch Zeit! 😉

Da gibt es die Online-Startplätze für den 7.7.2019 – in ROTH – diesem abnormalen GEILEN PLÄTZCHEN TRIATHLON-ERDE !!

Wenn es nach dem authentischen Herzblut der Familie Walchshöfer & den über 7000 grandiosen Helfern geht, darf ich eigentlich gar nicht grübeln… Felix hatte mich mit seiner Rede vor dem Feuerwerk schon wieder…Ich habe es gefilmt – wie das ganze Feuerwerk – Für Anni – die platt war vom Tag und schon schlief!! ❤

Solche Videos wie ein weiteres von © René Domke machen es da nicht besser! 😉

Euch `nen geilen Sommer – wo auch immer ihr startet oder auch nur kühles Bier trinkt!! Hab` Euch lieb – Eure Immer-noch-Dauer-Erpelpelle MAAZEL

(Next Stop: ÖTZTALER) – Bilder: Hardtseemafia – Marathon Photos – Martin Z. & Privat

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