Irgendwo in Arjeplog

Servus liebe Mitmenschen,

heute möchte ich Euch hier in meinem Blog noch mal kurz mit dem vergangenen Wochenende in Schwedisch Lappland belästigen, welches ich dank der Gewinnspiel-Ausschreibung bei STORCK genießen durfte!!

Durch die schwächelnden Bronchien unseres Kleinsten Toni wurde es zwar leider kein kompletter Family-Trip mit dem Wolfpack, aber dafür eine waschechte Tochter-Papa-Tour in die Nähe des Polarkreises…

Freitag Morgen in der Früh war Start: Die kleine noch 3-Jährige Anni um ca. 5:30 Uhr geweckt, fuhren wir mit dem Pkw gg. 6 Uhr los Richtung Hannover-Langenhagen, den Flughafen unserer Wahl. Die süße Kröte war schon gut aufgeregt und trotz Müdigkeit quietschfidel und redselig. Schließlich sollte es ja auch ihre erste Flugreise werden.

Gefühlt „als Erste“ im Terminal C angekommen, holten wir unsere Tickets, gaben Reise-Rucksack und Kraxe auf und tingelten jeweils mit einem Rucksack und dazu einer Sitzerhöhung bewaffnet Richtung Sicherheitskontrolle & Gate.

Die Wartezeit mit frischem Saft und Kaffee & ein bisserl „Elsa & Anna“ auf dem Ipad überbrückt, war auch schon Boarding „unserer“ TUI-Fly-Maschine.  Vorher trafen wir noch Ingrid, Andrea und Daniel von CarFly bzw. Iglootel. – Daniel war nach Übergabe durch Storck mein Ansprechpartner für die Reiseplanung in Sachen Datum, Kindermitnahme usw… Danke für alle Mühen schon im Vorfeld.

 

Nicht mal 3 Stunden später landeten wir bereits in Arvidsjaur – auf einem kleinen schnuckligen Flughafen inmitten weißer Pracht von Eis & Schnee gebettet. Selbst Kathmandu/Nepal dürfte hier größer aufgestellt sein und auch der kam mir schon arg klein vor! 😉

In der Vorhalle warteten bereits weitere nette Mädels vom Team Iglootel. Sie nahmen, wie auch andere Gesellschaften, ihre meist männlichen & erwachsenen Gäste direkt am Gepäckband in Empfang.

Nach einer ca. 90km langen Fahrt im Auto Richtung Hotell Kraja waren wir gg. 14 Uhr da!! An einem wahrlichen Waaaaahnsinns-Fleckchen Erde!!

Anni & ich durften unser kleines „Hexenhäuschen Nr. 50“ beziehen und verbrachten den Rest des Tages in den Weiten der Schneepracht auf den gefrorenen Seen. Abends fand` eine Vorbesprechung bei Experience Arjeplog statt – hier wurden buchbare Aktivitäten vor Ort vorgestellt. Nach kurzem Grübeln entschied ich mich, vor allem für Anni eine Moose-Safari (Elche-Gucken) & eine Schlittenhundefahrt mit Huskies mit zumachen. Es sollten die richtigen Entscheidungen gewesen sein.

Auch wenn 1,2 verlockende Alternativen dabei waren. (Bilder-LINK Facebook Tag 1)

Samstag starteten wir mit einem ausgedehnten Frühstück im Hotel-Restaurant – schließlich gings um kurz nach 9 Uhr schon mit dem Shuttle los zum Jutis Moose Camp. Uns erwartete eine spannende Schneemobil-Tour durch freie offene Wälder, in der man sich im Winter lediglich um die unterstützende Zufütterung der Tiere kümmert.

Wir hatten Glück und sahen ständig Elche durch die Bäume huschen. Schreckhaft, aber auch merklich neugierig, wer sie denn beobachten würde.

Anni grinste über beide Backen. Zum einen war unser Schneemobil-Fahrer ein Rowdie, der auch mal schnelle Abstecher in den Tiefschnee suchte – zum anderen waren ständig große Tiere aus nächster Nähe zu erblicken.

Mit dem kleinen „Fiffi“-Hund unseres Fahrers passierte zwar fast ein Unglück, weil er zu mutig eine Elch-Mama ärgerte, aber er überlebte… Kurzer Schreckmoment in der Gruppe.

Die aufregende Tour endete in der selbst errichten Holzhütte zu Elch-Sandwiches und Smalltalk… Eine rundum gelungene Geschichte! Die Erlöse gehen 1 zu 1 in die Erhaltung der Farm – ein großer Familienbetrieb, der für Anni sogar alles kostenlos anbot!

Sehr nett von den Jutis-Männern, die übrigens auch Männer-Kalender mit witzigen Fotos auf ihrer Homepage anbieten…

 

Nach Rückkehr auf dem Kraja-Gelände schnappten Anni & ich uns erst mal die Kraxe und gingen fußläufig Richtung Arjeplog, ein idyllisches Dorf mit Rosa Kirche, ca. 1,5km entfernt… wir hatten wieder viel Sonne & besuchten den dortigen Bauernmarkt, kauften ein für den Rest des Tages und wanderten auf dem Rückweg gemeinsam zurück… Schließlich hat Madame mit rund 18kg & ihrer „Länge“ eigentlich nichts mehr auf meinem Rucksack-Rücken zu suchen… Das sahen die schwedischen „Polis“-Kollegen ähnlich! 🙂

MEIN Highlight folgte abends noch: Der Himmel klarte völlig auf mit einem tollen Sternenmeer & Vollmond – da musste doch „was Gehen“ in Sachen Polarlichtern, nur knapp 100km vom Polarkreis entfernt…Auch wenn im Internet die Recherchen eine Wahrscheinlichkeit unter 13% angaben!

Ich schlich mich raus gg. 22 Uhr, während Anni beseelt schlummerte. Und entdecke eine Art Schweif und versuchte ein Handy-Bild… Toll, ein schwarzes Loch auf dem Display! Ich nahm den Kletterschnee-Hügel von Anni und mir in Richtung See und schmiss` mich mit Spiegelreflex und Jeans in den eiskalten Schnee…

Den Fokus auf manuell, Nachtbildmodus an und TADAAAAA – Auf dem Display wurde alles knallgrün! AURORA BOREALIS – ich machte mich` nass! Im wahrsten Sinne übrigens… 🙂 Habe ich doch Jana daheim quasi versprochen, ihr so etwas einmal zu ermöglichen! Und nun musste sie mit Toni leider passen… Aber die Bilder gelangen tatsächlich! Mit Gefühlen wie Pipi im Auge vor Freude schickte ich ihr die Bilder kurze Zeit später. Mama sagte, ich solle auch Anni wecken, weil sogar mittlerweile ein deutlich grüner Schleier über unserem Haus war. Anni taumelte kurz zum Fenster, guckte, grinste und plumpste wieder wie ein nasses Kuscheltier zurück ins Bett.

Morgens konnte sie sich an nichts erinnern. 🙂 (Bilder-LINK Facebook Tag 2)

Aber der Sonntag ging ja spannend weiter: Wir futterten uns wieder satt am Buffet & stürmten die aufgehäuften Schneehügel auf dem Kraja-Gelände, um Rutschen zu bauen, enterten den Spielplatz im Tiefschnee mal wieder zum Schaukeln und telefonierten bei erneutem Superwetter per Face-Time mit Mama – der Vormittag wurde so schnell überbrückt.

Nach ein paar Nudeln zum Mittag ging`s runter zum See. Die Huskies warteten.

3 Gespanne mit je ca. 8 Hunden, denen Anni einzeln Guten Tag sagen wollte und zur Begrüßung „knuddelte“. Ein Bild für die Götter… Unabhängig davon, dass es mich mit Stolz erfüllt, dass Anni so toll mit den Tieren umgeht! Amy & Bo lassen grüßen…

Die Tour mit unserer Musher-Frau aus Witten (wie klein ist die Welt!) war auch sehr gelungen und schön, ca. 9km lang und chillig – auf dem Rückweg schlummerte Anni sogar ein wenig ein im Geschunkel des Schlittens. (Insta-Video)

Richtig gut & für ihr Alter auch genau richtig.

Und als der Papa noch in den Genuss kommen durfte, Storck-Bikes auf dem 500m kurzen Ice-Track des Sees testen zu dürfen, bauten wir für Anni einen Schlitten hinten an den Sattel – Herrlich, was sie für eine Gaudi hatte, bevor sie es sich mit Andrea von Iglootel auf einem Fell zu einem warmen Kakao gemütlich machte. (Insta-Video)

Als wir um 17:15 Uhr unsere Tasche packten für die Nacht, waren wir beide wie aufgedreht aufgrund der vielen tollen Eindrücke. Und der nächste Kracher stand ja schon vor der Tür. Die Nacht im eigentlichen Igloo!

Erst mit einem Rundgang durch die verschiedenen Trakte & dann mit Schlafsäcken bewaffnet zum Köttbullar-Buffet auf Fellen.

Nicht im Ansatz könnte man hier verschriften, was hinter 2 Monaten des Aufbaus`  für ein Aufwand steckt! Ein WAHNSINN in schön – und die Nacht war ebenso… Im positivsten Sinne! Tochter und Papa schlummerten fabelhaft! Tolle Luft, einzigartige Ruhe, Platz für das Wolfpack und noch mehr… Es fehlten nur Toni, Mama, Amy & Bo.

(Bilder-LINK Facebook Tag 3)

Und als wir am Montag Morgen „rüber nach Hause“ ins Hexenhaus gingen, waren wir glücklich beseelt… Zwar mussten wir nun die Taschen packen und abreisen, aber wir hatten knapp 70 Stunden Schweden ALLES AUSGESAUGT, was nur ging…

Was „normal“ wohl mal für Autofirmen geschaffen wurde in Sachen attraktivem Wochenend-Trip, ist de facto auch etwas für Kind & Kegel – Herrlich, was das Spaß gemacht hat und bleibenden Eindruck hinterließ – und noch Aufnahmen dazu, die wir noch in Jahren anschauen können… Kann man(n) auf jeden Fall machen!! Auch ohne es wie ich gewonnen zu haben. Allein die Idee haben vermutlich nicht viele…

(Bilder-LINK Facebook Tag 4)

Anbei hier meine unabdingbare Packlist im (Anni-) Kidsmode:

  • Brauchbare Kraxe für längere Wege
  • Gutes Schuh- und Ski-Material
  • Sonnenbrille
  • Mütze – Buff – Funktionswäsche
  • Nüsse, Knäckebrot & Co. immer parat zur Stärkung 😉
  • GoPro & Spiegelreflex, falls vorhanden – für die über 600 Aufnahmen
  • Viiiieeel Gute Laune & Abenteuerlust

Für alles weitere schaut` selbst: http://www.iglootel.de/ ff.

PS: Zu Hause am Montag Abend sollte man NICHT unbedingt Nachtdienst planen UND: Mama Jana fragte Anni, was denn bei den ganzen Abenteuern am meisten Spaß gemacht hat???! „Der Spielplatz!“ *köstlich*

Genießt` den Frühling & vielleicht den nächsten Winter in Arjeplog – Anni & ich zieht es in 8 Tagen nach Tirol zum 1. Skiurlaub noch vor dem 4. Geburtstag…

Besten Gruß – Bleibt` geil – Euer Maazel

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